Palim Palim

Ist das zu glauben – Weihnachten ist im Anmarsch!

Und ich hasse es fast so wie früher. Warum weiß ich genau. Es ist für mich ein Trauma in drei Akten. Der erste beginnt mit der Schmückerei. Also das allein genommen wäre ja ok. Wenn ich nicht vorher alles putzen müsste, kommt ja sonst nicht so gut wenn die Fenster grau und die Bänke staubig sind. Und wisst ihr was liebe LeserInnen, es juckt wirklich NIEMANDEN ob du geputzt hast. Dann musst du vorhandene Deko irgendwo lassen – im schlimmsten Fall auf den allerschlimmsten Messidachboden der Welt. Dann holst du die Deko für 4-5 Wochen runter und ballerst den Kitsch im Haus irgendwo hin. Fällt niemandem auf und gratulieren wird dir dafür auch keiner. Dann geht das Drama richtig los. Akt ZWEI beginnt. Ich habe Akt EINS dieses Jahr gestrichen.

Nun Geschenke besorgen. Ich bin ein Fuchs, ich mache das ab Sommer verteilt. Außer für den Gatten – der will ja nichts und wenn ich doch was besorge will er es erst recht nichts. Tauscht es um, ist beleidigt weil das Nichts zu teuer, hässlich oder dumm ist. (hier kämen wir dann zum dritten Akt) Habe ich alles erlebt, es gab kein Weihnachten wo es ein glückliches Geschenken gab. Oder ich habe es in der Flut der Traurigkeit verdrängt.

Ich schenke so gerne, wirklich! Aber wenn es undankbar oder gar verhasst wird ist es eine Komödie in der ich nicht sein will. Also schenke ich nur noch denen die es wenigsten Fake zu schätzen wissen. Vielleicht sollte ich mir überlegen ob ich einfach eine unfähige Verschenkerin bin!? Ich werde das prüfen. Dann kommt das verpacken, was ich auch gerne machte. Also früher. Alles in Allem ist mir auch da die Lust abhanden gekommen.

Und nun kommen wir zum DRITTEN und schlimmsten Akt. Das Fest der Liebe. Weil irgendein Depp der Meinung war, es drei Tage so richtig krachen zu lassen hockt die deutsche Durchschnittsfamilie geduscht und gekämmt (nicht alle Familienmitglieder sind der Meinung dies tun zu müssen) in der Glitzerbude. Weil es in Deutschland ja eher nicht so winterwonderlandig ist, bleibt man eher drin. Ich habe wirklich jahrelang versucht die Familie bei Laune zu halten. Wir erinnern uns, es war überall geputzt und schön. Es gab selbstgekochten scheiss (das Einkaufen dafür ertrage ich nur mit lauter Musik im Ort) wo jeder was dran zu meckern hatte. Und natürlich durfte das Glockengebimmel vom Feinsten nicht fehlen. Ich mochte es wirklich! Naja, bis zu dem Zeitpunkt wo ich gemerkt habe das alle bedacht wurden.

Nur ich nicht.

Geschenke waren weder vorhanden oder gar mit Liebe bedacht. Ich wäre schon glücklich wenn jemand ehrlich geholfen hätte oder gesagt hätte: scheiss auf das Theater ich entführe dich dorthin wo es weniger dramatisch ist. Du siehst, auch ich kann träumen. Sie kamen verzögert, also die Geschenke, weil Weihnachten so plötzlich kommt, oder der Postbote ausgerechnet auf seiner Tour zu uns besoffen war. An Ausreden gab es fast alles. Und liebe Leserin , ich will gar keine Geschenke, aber wenn zum Teufel mir wer was schenken will dann bitte mit Liebe und richtig! und darum hasse ich es, mir Geschenke zu machen. Oh ich merke gerade eine Synapse. Vielleicht hassen sie meine Geschenke ja auch?

Und wenn die drei Könige dann endlich angekommen sind im Januar, werde ich wieder putzen, räumen und fluchen. NICHT! Ich bin zu einem echten Grinch geworden. Und dieses Jahr ist die Krönung. Ich plane extra außerhäusig zu zelebrieren – für das Enkelkind geht der Blödsinn nun wieder von Vorne los. Und dann fällt „außerhäusig“ ein krank zu werden. Aber man meint es gut zu mir und stellt mir zwei Schweinefilet und ein Glas Miracle Whip Joghurt vor die Tür. Daraus könnte ich ja essen machen für uns, und dann könnten wir zusammen kommen. What the FUCK?!

Okay, ich nehme alles und habe artig ja gesagt. Ohrfeigen sollte ich mich. Die Prinzessin kommt auch zu Besuch – mittlerweile ist sie zur ganzen Größe einer Königin herangewachsen. Voller Allüren und Anforderungen. Den Gatten habe ich mit Einkaufslisten entsannt. Oh ja, er war einkaufen. Nur die Listen hat er vergessen. What the FUCK?! Wie geht das!? Ich fühle mich zu dieser Zeit einfach immer und seit Jahren komplett verarscht. Und darum hasse ich Weihnachten. Und Geburtstage auch. Als Mutter machst du es den Kindern schön. Als Frau dem Mann. Und wenn du Geburtstag hast – allen Anderen die kommen. Finde den Fehler.

Wie genau bin ich jetzt eigentlich auf dieses Thema gekommen?

Ach ja, weil morgen der 23.12. ist und ich mich schon jetzt über alles ärgere was meinen Ansprüchen nicht entspricht. Und das ist an diesen Tagen eigentlich alles. Weil es die ja gar nicht geben sollte. Diese Tage.

Nun werde ich mich in einem neuen Beitrag dem Jahresrückblick widmen.

I‘m fine – so long!

Veröffentlicht von mo/me

Ich, geboren Melanie, genannt Melly, gelebt Morti. Such dir etwas aus. Das tue ich auch, je nach Stimmung und meinem Gegenüber. Mein Geburtsjahr ist ´74. Ich habe bald geburtstag, welcher mir noch nie wichtig war und ich diese Aufmerksamkeit und das "alle schauen auf mich und wollen mit mir sprechen" gar nicht steht. Ich schreibe diesen Blog weil ich mir helfen will, dir vielleicht ja auch! Aktuell komme ich nicht gut klar mit den Gedanken und Gefühlen , die nicht im Einklang sind mit meinem Gedächtnisverlust. Der wiederum ist, so sagen es die Fachprofis und einige sehr enge Menschen die mir mehr glaube als ich mir selbst, aus einer frühkindlichen Traumatisierung entstanden. Ich kann es dir nicht sagen, da mein Gehirn mir diese Erinnerungen nicht preis gibt. DAVON wiederum, kann ich druchaus den ein oder andern Tag verrückt werden. Bin ich bisher aber nur 1x so richtig, da bin ich dann ein paar Jahr zu einer Therapeutin gerannt, die mich wieder erträglich gemacht hat. Also für mich, für andere war ich das wohl immer. Die Schauspielschule meines Lebens hat schon immer gute Dienste geleistet. Du verstehst nur Bahnhof? Ok, dann lies einfach ab und an meinen Blog, vielleicht wird es besser, vielleicht lustiger, ab und an auch traurig und sicher auch gefährlich für Meschen mit ACHTUNG TRIGGER Missbrauchserlebnissen, Gewalterlebnissen, Extremsituationen und Depressionen. Willkommen in meiner Welt. Mo

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