Es gibt Lebensphasen da habe ich viele Gedanken an das Leben wie es war, wie es geworden ist und was ich noch draus machen kann. Aber dazu gehört auch sehr oft, was haben anderen Begegnungen mit mir und aus mir gemacht.
Mein Hobby z. B. Es war so eine prägende Zeit als Tanzmariechen. Ich hatte schon sehr früh Erfolg durch Leistung. Und die Anerkennung war schön. Ich schrieb es bereits ausführlich in einen meiner Beiträge der Vergangenheit. Aber, ist das gut für so ein junges Mädchen? Ich war keine 10 Jahre alt. Also glaube ich. Und dann diese alten Menschen um uns herum. Das ist ein Sport, der besteht aus Sarkasmus (die Bütt), Alterswehmut und Alkohol. Da ist er wieder. Ich habe gehört, schon vor einigen Jahren, das einer der Präsidentschaften es mit den kleinen Jungs gern hatte. Ich könnte kotzen. Aber auch frage ich mich, wie konnte das denn nicht auffallen? Diese Präsidentschaft hat es nur bis in den Bau geschafft in seiner Herrschaft. Nicht aber wegen der Übergriffe. Die haben NUR Bewährung gebracht. Ich denke oft an die Jungs, die es erleben mussten. Dabei kenne ich sie nicht. Und ich denke daran ob Karma zu viel zu tun hat und diese Täter vergisst oder übersieht? Und dann wir Mädchen! Auch da suche ich in meinen Schubladen. Aber ich weiß ich werde, zum Glück, auch nichts finden. Denn ansonsten wüsste ich auch von dem Rest drumherum nichts mehr. So funktioniert das mit meinem Schubladensystem nämlich. Geht eine auf, scheint das Licht so hell, das nichts anderes mehr sichtbar wird. Aber bitte, denke nicht das es ein schönes Licht der Erleichterung ist. Es ist eher das Licht eines schädlichen Atompilz.
Zurück zum Sport.
Dann kam das richtige Tanzen. Und da habe ich gelebt. Die Pubertät mit genau diesem Sport überstanden. Und wenn ich daran denke, fallen mir wirklich kleine Dinge ein. Wie z. B. was ich gern für Süßes nach dem Training gegessen habe. Das wir damals die ersten Vilsa Zitrone aus der Flasche hatten. Das war der Knaller und ich kann mich genau an den Geschmack erinnern. Die Busfahrten hin zum Zraining, und auch der Bringservice meines Erzeugers, wenn wir zu spät dran waren. Viel mehr ist da aber eben nicht. Und das finde ich letztlich schade. Schade um meiner womöglich weiteren schönen Erlebnisse oder Gefühle. Die ja offensichtlich auch da waren.
Aber nun warte ich immer öfter auf ein Zeichen. Ein Zeichen aus dem Universum oder woher auch sonst. Das die Menschen die böse und unverdient anwesend waren in meinem Leben, das Karma küssen. Egal wie. Aber leider passiert nichts. Oder ich erfahre es nicht. Diese Frage stelle ich mir. Wie wird es meiner Gefühlswelt damit gehen wenn mein Erzeuger geht. Für immer. Wird es Schubladen öffnen, werde ich Dinge bereuen, nicht getan zu haben, werde ich Erleichterung spüren. Wann wird das sein?
Und ab und an merke ich wie mir eine echte Vaterfigur im Leben gefehlt hat. Oder fehlt. Ich werde älter und reflektierter wie mir scheint.
I‘m Fine.