Ozean 🌊AnnenMayKantereit

Ich hab‘ gedacht, ich hab‘ sie abgehängt
Aber sie holt mich immer wieder ein
Sie tut mir bis heute weh
Und hat mich so oft abgelenkt
Vielleicht brauch‘ ich noch mehr Zeit
Ich will nicht traurig sein und ich will nicht drüber reden
Ich will der ganzen Scheiße nicht nochmal begegnen
Ich will nicht traurig sein und ich will nicht drüber redenIch will ein Meer zwischen mir und meiner Vergangenheit
Ein Meer zwischen mir und allem, was war
Ich will ein Meer zwischen mir und meiner Vergangenheit
Ein Meer zwischen mir und allem, was warIch liebe meine Freunde
Und wie wir miteinander sind
Trotzdem muss ich möglichst schnell irgendwo anders hin
Irgendwo, wo im Winter die Sonne scheint
Wo ich allein und ohne Vergangenheit von vorne anfangen kann
Vielleicht lerne ich irgendwann, verzeihenIch will ein Meer zwischen mir und meiner Vergangenheit
Ein Meer zwischen mir und allem, was war
Ich will ein Meer zwischen mir und meiner Vergangenheit
Ein Meer zwischen mir und allem, was warIch will einen Ozean
Ich will einen Ozean
Ich will einen Ozean
Ich will einen Ozean
Ich will einen Ozean
Ich will einen Ozean

i’m fine … allerdings ist der Fleck nicht weg …

take two – get one

Ich kann behaupten das ich meine Sexualität noch nicht gefunden habe, zumindest zum dem Zeitpunkt von dem ich heute berichte. Sie muss noch in meiner Kindheitsschublade stecken. Es war im Grunde genommen so, bis zur Vereinigung mit meinem Mann. Bis dahin habe ich nichts von Sexualität, die Vorzüge des Körpers, des Gefühls und meine eigene Identität gewußt oder erfahren.

Aber bitte keinen Jubelschreie zu diesem Zeitpunkt. Auch mit meinem Mann war ich nicht plötzlich vom Seelenraub geheilt. Allerdings habe ich mir ja geschworen jetzt alles besser zu machen – für mich! Du ahnst es schon, dazu komme ich weiter unten 😉. Alles was ich erlebte war die erfolglose Suche nach der Lust, von denen um mich herum mit großem Erfolg berichtet wurde. Natürlich war ich nicht so naiv zu glauben das alle Welt den geilsten Sex hat, nur ich nicht. Ich kann behaupten dich schon reichlich mit meinen fehlenden Empfindungen zugetextet zu haben, darum schreibe ich dir nun wie das in meiner Praxis aussah. Vielleicht ist es langweilig, nicht außergewöhnlich oder gar abstoßend für dich, aber dann darfst du dir in etwa vorstellen wie es mir erging und z. T. noch heute ergeht. Ein guter Mann, ich mochte ihn sehr und habe ihn in meinem Herzen. Warum? Weil er nie etwas wollte, er drängte mich nicht, er verlange nichts und er genoss einfach meine Gesellschaft. Nenne ich ihn mal Ma. Kennenlernen erspare ich uns, unwichtig (nur so viel: es war sein Freund, mit dem ich einen Reinfall hatte und mich zu ihn brachte) Ma war wohl selbst voller tiefer Enttäuschungen – zumindest erinnere ich mich an die letzte gescheiterte Beziehung bei ihm. Auch sein Leben schien mir holperig gewesen zu sein, bis zu einem Punkt und später erneut. Vorab erneut ein Spoiler: er hat mich „verlassen“, zog weg und war in eine neue Welt eingetaucht. Ich war noch nicht fertig mit uns… Wie es weiter geht? Schau auf meinen Blog.

Musik macht vieles für mich, was ich nicht greifen kann.

Zum Beispiel Gedanken sortieren, Worte finden, Stimmung verdeutlichen, den Körper in Bewegung bringen und eine Botschaft übermitteln. Ich höre auf meiner Arbeit fast immer Musik, während ich Menschen zu dem verhelfe was sie sich schon lange wünschen. Zum echten Leid meiner Kunden singe ich sogar mal mit. Ich mochte früher gern die Musik in englischen Worten. Das ist heute etwas anders. Nein, ich habe die englische Sprache nicht verlernt, aber ich mag die deutschen Texte durchaus – und ich meine nicht die Fischerfraktion. Es darf querbeet sein. Ina Müller zum Beispiel, die kann ich nicht ununterbrochen hören. Aber einige Lieder sind schon sehr speziell. Ganz eindeutig und spricht mir aus der Seele. Oder Philipp Poisel, herrlich schnulzig mit einer gewissen Depression. Ich habe ein Shirt mit dem Aufdruck “ hello darkness my old friend“ das, mit seiner Musik gepaart ist einmalig. Haudegen ist auch mal ganz nett. Die „Bösen Onkelz“ verwöhnen mich mit dem Lied „Kirche“ obleich wir ja wissen das ich den Club zu meiner Kindheit als gute Hütte in Erinnerung habe. Wenn also gar nichts mehr geht, Musik hilft.

Wahrheiten

Die Wahrheit tut weh. Im Grunde genommen will niemand die Wahrheit hören, ganz besonders nicht, wenn sie einem nahe geht. Manchmal sagen wir die Wahrheit, weil wir dem Anderen nicht mehr geben können, als die Wahrheit. Manchmal sagen wir die Wahrheit, weil wir sie laut sagen müssen, damit wir sie selber hören. Und manchmal sagen wir die Wahrheit, weil wir einfach nicht anders können. Manchmal ist es aber auch so, daß wir die Wahrheit sagen, weil wir dem Anderen wenigstens das schuldig sind!

Was stimmt denn mit dem System nicht?

Heute, nach edlichen Absagen von potentiellen theraoeutischen Fachkräften, bin ich mir sicher! Mir geht es offensichtlich gut, viel zu gut. Anders kann ich mir meinen versäumten Eintritt in die Welt der bescheinigten Irren nicht erklären. Und bevor hier jetzt einige Leser:innen das Gefühl bekommen ich würde sie beleidigen, NEIN! Wenn einer unter uns die totale Vollmeise hat, bescheinigt, dann ich. Und somit habe ich die Lizenz so zu sprechen. 😂 Und mit genügend Humor lässt es sich damit gut leben, versuche es mal. Aber das wollte ich ja gar nicht loswerden. Herrje, ich schweife ab. Eine Therapie zu bekommen ist in Deutschland aktuell wie einen 6er im Lotto zu gewinnen – ohne je einen Schein abgegeben zu haben! Wie kann das sein? Und wenn du einen der, teils echt unfreundlichen Menschen, deine ganze Scheiße anvertraust, bekommst du EVENTUELL einen Platz auf der Warteliste zu 2022. Ich kann mich darüber nur wundern. Ist das eine Art methodisches Vorgehen, neue Psychotherapeuten und Psychologen zu schaffen? Denn in der Zeit habe ich mein Studium vermutlich selbst erfolgreich beendet. Ich fühle mich direkt geheilt.

i´m fine…

Einen Gruß an alle Mamas

Besonders an die Heldinnen, die täglich alles geben um es ihren kleinen und grossen Kindern besser zu machen als es ihnen erging. Ich weiss wovon ich spreche. Nicht immer ist es toll Mama zu sein, nicht immer die Kraft vorhanden um zu lächeln und die Liebe im Überfluss zu versprühen. Die dunklen Wolken warten nicht auf klare Sicht. Auch Mamas weinen, fühlen sich mal einsam und verletzt. Da helfen keine Blumen! Ich habe mir nie Blumen gewünscht, ich konnte mich daran nicht erfreuen. Heute schenke ich sie mir selber. Ab und an, von Herzen und ganz bewusst. Mach du das auch liebe Kämpferin! ❤🖤❤

SEX- U- all- ität

Dieses Wort, zerpflückt bedeutet für mich: Sex= die Interaktion von Körper-Handlung-Reaktion, U= DU (ICH) ich bin dabei, integriert und involviert, ität= irgendein Täter. Alles in Allem alslo keine positive Assoziation.

Das lasse ich einfach mal so stehen. Solche Wortstückeleien kann ich mit vielen Weiteren füllen. So in etwa spiegelt es auch mein Schubladendenken wieder. Ich werde durchaus mit unverstanden werden konfrontiert, wenn ich berichte wie meine Rückerinnerungen funktionieren. Es scheint oft nicht greifbar oder nachvollziehbar für Außenstehende, wie der Prozess und das „damit Leben“ so schwer sein kann. Gern kommen Tipps wie: lass doch einfach los, akzeptiere dich wie du bist, genieße das hier und jetzt. Du kannst dir natürlich nicht vorstellen wie oft und intensiv ich all diese völlig normale Lebensweise probiere. Kennst du den Film: täglich grüsst das Murmeltier? So in etwa ist mein Leben mit der Vergangenheit. Nicht so aktiv wiederholend wie im Film, aber dennoch immer mal wieder. Dann habe ich alles vergessen, was ich schon bearbeitet habe, oder abgeschlossen hatte. Leider öffnete sich dann eine Schublade und lacht mich an. Zeigt mir den 🖕🏼 und wünscht mir fröhliches Schaffen mit den neuen Impressionen. Das können Bilder, Gefühle, Gerüche oder auch völlige Leere sein. Meine Antwort also auf die gutgemeinten Tipps: ja, das mache ich mit Leib und Seele, solange wie es eben geht. Ich habe keinen Einfluß auf meine versteckten Dämonen, wir nähern uns aber immer aufs Neue an. Mal gewinne ich, mal er.

Da ist sie wieder – die weisse Bluse!

Hier ist das Wunderwerk „Gedanken“ wieder. Nach meinen ersten vollbrachten Schriften im Blog, habe ich mich getraut meinen Gedanken nachzugehen. Ich wollte einmal „schauen“ was meine Schubladen an dunklen Schnipseln noch liegen hat. Tja, nichts. Es war gar nicht zu finden. Eine strahlend weisse Bluse habe ich an. Kein Fleck! Verdammt nochmal. Das macht mich verrückt. Das gibt mir den Glauben, ich spinne, ich bilde mir alles ein, ich tue allen Menschen aus der Vergangenheit Unrecht. Herrje, was ist das bloß? Du könntest jetzt sagen: toll grosse Melanie, du hast keine schlechten Erinnerungen mehr, keine Angst, kein Wirrwar und und und. Naja, wäre es auch. Aber was waren denn dann meine letzten Jahre Tortur mit mir? Alles nur der Bühnentanz? Aufmerksamkeit erhaschen? DAS ist genau mein Problem im Kern. Was stimmt denn da nun?

Guten Morgen – hier bin ich.

Heute schreibe ich, mein grosses ICH. Nach einem recht ruhigem Wochenende mit Übernachtungsgast von meiner Enkelin (Mini-Love) bin ich tatsächlich ruhig. Der Sturm der letzten Woche hat sich beruhigt. Bestimmt auch deswegen, weil ich dich, liebe:r Lesende:r nun als Zuhörer habe. Aber was hat mein Sergeant immer gesagt: es dauert so lange wie es dauert. Genießen sie die Zeit des seichten Wassers. Ich habe zudem ein Ziel 😊. Aber wer an der Küste lebt, der weiss wie schnell der nächste Sturm aufziehen kann. Ein wenig möchte ich von mir noch preisgeben – wenn die Zeit gekommen ist. Ich ermutige dich, liebe:r Leser:inn mich gern bei Fragen zu kontaktieren. Ich bin auch hier, um für Aufklärung und „ich bin nicht allein“ bemüht zu sein. Ich werde weder Studien, Statistiken oder andere Ergebnisse zum Thema Missbrauch, Dissoziation, Abspaltung, Folgeerscheinungen und therapeutische Bezüge zum Thema bieten. Das ist nicht meine Aufgabe 😉.

Ich bin ready meinen Fleck zu bearbeiten. Ob er wohl verschwindet, sich mir anpasst? Wir werden sehen.

Fragen

Die oberste Frage, die sich mir gerade stellt:

Was darf ich hier eigentlich alles schreiben? Was ist zu intim, was zu detailliert? Ich meine das so ganz generell. Ich habe nämlich auch ganz schön viel Lustiges, Skurriles und wirklich Besonderes erlebt.

Wenn du magst, kannst du mit mir in die Welt voller Geheimnisse, erotischer Entgleisungen und total normalen Dramen gleiten. Aber genau da ist die Frage wieder. Was in Herrgottsnamen sollte ich preisgeben? Da fällt mir ein, ich bin katholisch. Sollte das wen interessieren. 🤣 Die haben ja immer irgendwie eine Büchse der Pandora bei sich. Die nächste Frage ist: in chronologischer Reihenfolge schreiben, oder so, wie es mir in den Sinn kommt? Da ergibt sich die Antwort vermutlich schnell von allein. Ich bin eine Chaotin der Worte und Gedanken. Ist dir schon aufgefallen? Jo, das bin ich. Von sternzeichen Zwilling. Vielleicht hast du beim Lesen auch das Gefühl mich zu kennen? Ja, kann sein. Ich habe schon einmal ein online Tagebuch geführt. Leider ist alles futsch. Die Seite wurde deaktiviert. Damit auch meine Motivation zu schreiben. Aber hey, hier bin ich wieder.

i’m fine

Nur, wann geht der Fleck denn weg?